Hingesehen: Deutschlands schrecklichste...

Konzept:

Giovanni Zarrella (hatte vor gefühlten 20 Jahren nen paar "Hits" mit der Popstars-Retortenband Bro'Sis) führt vier Laienschauspieler vor, die so tun, als seien sie in in Disziplien wie "Autofahren" oder "Kochen" komplett talentlos. Eine Jury aus angeblichen Fachexperten soll dann herausfinden, wer von den vieren die größte Lusche ist. Die vier Kandidaten müssen das ganze aber auch nicht alleine durchstehen, ihnen stehen noch ein paar Coachs zur Seite, die genauso gesichtslos sind, wie der ganze Rest vom Schützenfest.

Was war gut?
Der Schwachsinn hat ziemlich miese Quoten.

Was war schlecht?
Also wirklich, zu keiner Sekunde (okay, waren nicht viele, da ich recht schnell wegzappte, da ich Angst vor akutem Hirnschwund hatte) konnte ich glauben, dass die Kandidaten auch nur annähernd so dumm sind, wie es die Sendung vorgab. Selbst wenn das Gegenteil der Fall wäre, würden die halbwegs ansprechbar wirkenden Freunde und Verwandte wohl alles daran setzen, dass keine Fernsehkamereas auf die armen Schweine gerichtet werden würde. Die "schrecklichsten Autofahrer" beispielsweise wären schon längst hinter Schloss und Riegel, wenn sie wirklich auf diese Art am Straßenverkehr teilnehmen würden.

Wie schon erwähnt sind alle Protagonisten farblos wie 20 Stunden gekochter Spinat. Auch Giovanni bleibt bleich wie ein (Mo)Zarrella und geht angesichts des plakativen Sendungstitels viel zu schmusig mit den Kandidaten um. Der Off-Sprecher soll wohl etwas Pfeffer in die Sache bringen, aber versagt auf ganzer Linie. Soll alles eine witzige Doku-Soap sein, da allerdings alle witzig gemeinten Szenen offensichtlich gestellt sind, kommt dabei eher eine Show vom Kaliber der Freitags-Comedy auf Sat.1 heraus.

Ergo?
Heißer Kandidat für "Deutschlands schrecklichste Fernsehsendung".

Bild: (c) Chris Ruegge / ProSieben

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