Hingesehen: Kiddy Contest

Apropos zu viel Zeit: Noch schlimmer, als am Samstagabend zu viel davon zu haben, ist dies am Sonntagnachmittag. Mein neuester Ratschlag: So zwischen 17 und 19 Uhr auf jeden Fall die Kiste auslassen. Sonst geht es euch so wie mir (bin gerade leicht verstört):


ProSieben: "The Legend Of The Seeker", anscheinend so ne Art "Xena" mit ein wenig mehr Budget, ohne diesen trashigen Charme. Unerträglicher Fantasy-Bullshit.

RTL: "Bauer sucht Frau", aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!

Vox: "Auto Mobil", solange ich nicht in Autos sitze sind sie laaaaaaaaaaaaangweilig...

Sat.1: "Die Wutprobe", Adam Sandler... muss nicht sein.

Das Erste: "Sportschau", Fußball fertig, wer interessiert sich schon für die anderen Sportarten?

Was soll ich sagen, ich begann auf andere Sender zu schalten. Lustigerweise ist bei uns Nick auf dem Senderplatz 1. Warum? Weil wir zu faul sind umzuprogrammieren. Egal. Nach einer äußerst bizarren Sitcom um einen Flaschengeist, öffneten sich die Tore zur Hölle, der "Kiddy Contest 2009" begann. Was das ist? Na ja, ne Castingshow eben. Der USP? Wie der Name schon sagt, die Kontestanten sind Kinder, es werden populäre aktuelle Songs mit neuen (kindgerechten) Texten, Vollplayback und einem grausigen Autotuning vorgetragen. Ach ja, eigentlich handelt es sich auch um eine österreichische Sendung, produziert vom ORF. Wie sowas dann bei Nick landet, ist mir schleierhaft, die letzten Jahre kam es aber wohl auf Super RTL.

Genug zum Konzept, warum habe ich jetzt zu Beginn geschrieben, ich sei leicht verstört? Ganz einfach, es gibt nichts gruseligeres als Kinder, die sich benehmen wie Erwachsene (siehe dieser Junge aus "Meine wundervollen Jahre" *schauder*). Wenn sie dann allerdings noch zu der Melodie von Lady GaGa (gerade Dauergast auf diesem Blog?) sich sexy ränkeln, muss ich doch beschämt den Blick abwenden. Vor allem während der Liebesballade zwischen Monrose-Mandy und einer gewissen Mira fühlte ich mich kurz dazu gedrängt, beim Jugendamt anzurufen.

Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass auch im Sachertortenland die Fernsehlandschaft nicht besser ist.

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Als Digital Native (will sagen: hat seit frühester Kindheit tagtäglich mit Medien zu tun) bewegt sich der Tsuji heutzutage in dem Spannungsfeld aus Anspruch und akuter Verdummungsgefahr. Hier tut er seiner Meinung, über die neuesten Entwicklungen in den Leitmedien kund und versucht schrottig von töfte zu trennen.
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