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Random Babbelei: RIP Dio

(1942 - 2010)

Random Babbelei: iPadd


Mensch, Mensch, welch Innovation uns Apple mit seinem neuesten Produkt bietet. Ein riesiger Touchscreen, multifunktional und so, da muss ja erst einmal einer draufkommen. Wie bitte, ist das eine Wortmeldung, Jean-Luc?

Du behauptest, dass die Sternenflotte schon immer solche Dinger benutzt? Das iPad ist gar nichts neues? Die Teile heißen bei euch sogar PADDs? Ach, Jean-Luc, bestimmt zufällige Parallelen, sooo ähnlich werden iPad und PADD nun auch wieder nicht sein...


Okay...

Bilder: (c) Apple / Paramount Pictures

Random Babbelei: Die zwielichtige Jugend von heute...

Man soll sich ja über nichts ein Urteil bilden, was man nicht gesehen hat. Trotzdem kann ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, dass selbst wenn ich mir einen dieser Twilight-Schinken angucken würde, sie für großen Mist halten würde. So weit, so voreingenommen. Worin mir aber wohl jeder zustimmen wird: Kein noch so krasser Scheiß verdient einen dermaßen großen Hype wie diese Vampirschmonzetten. Schlimm genug, dass es in den einschlägigen Buchhandlungen mittlerweile neben den Bereichen "Fantasy" und "Science Fiction" auch noch "Vampire" gibt (obwohl man letzteres doch wirklich zu ersterem zuordnen könnte). Nein, mittlerweile gibt es am Bahnhof auch noch Regale, die so aussehen:

Von "First Follower" kann man da wohl nicht mehr sprechen...

Random Babbelei: Playstation3-Werbung scheidet die Geister (2)

Tja, diesmal gibt es gleich zwei Blöde, die dafür verantwortlich sind, dass eine Falschmeldung verbreitet wurde. Einerseits die Werbeagentur BBDO Chile, die einfach ohne Wissen von Sony eine kontroverse Fake-Kampagne erstellt hat, um damit bei diversen Preisen abstauben zu können. Andererseits Blogger (mir inkl.), die eine solche Meldung ohne handfeste Beweise weitersenden.

Mensch, auf das Internet ist einfach kein Verlass mehr ;-)

Hier noch das Statement von BBDO:

This creative design did not involve and was never approved by Sony Computer Entertainment or Sony. This "mock campaign" was developed by BBDO Chile staff and was submitted to various creative competitions/festivals without prior notification or approval from SCE/Sony, and it is not representative of the views or advertising policies of SCE/Sony. BBDO Chile apologizes for using this creative concept without authorization or prior approval, and for its misrepresentation of the PlayStation brand and its values.

Random Babbelei: Ein perfekter Moment

Okay, jetzt wird es richtig random:

Gestern war ich mit einem guten Freund was essen. Auf dem Heimweg musste ich feststellen, dass ich gerade ein metaphysisches Erlebnis hatte, ich lebte einen perfekten Moment. Der Wein war bestimmt nicht ganz unschuldig, aber als ich aus der Bahn ausstieg und die letzten Meter zur Haustür durch die laue Herbstnacht schritt, erfasste mich eine unglaubliche Euphorie.

Ich wusste, dass das Leben nicht so scheiße ist, wie viele behaupteten. Beruflich stellen sich bei mir gerade einige wichtige Weichen, anscheinend kann ich wirklich etwas. Noch wichtiger: Es gibt viele liebe Menschen, die mich wirklich mögen. Also scheine ich auch ein ganz cooler Bursche zu sein. Und am wichtigsten: Zuhause wartet immer die Frau, mit der ich den Rest meines Lebens verbringen will (und es ist schön, wenn man sich so etwas nicht einreden muss).

Yep, mein Karma ist unglaublich gut. Sorry Buddha, dieses Lebens schaffe ich den Ausbruch aus dem ewigen Lebenskreislauf noch nicht, aber das musst du mir auch gönnen. Bei meiner nächsten Reinkarnation vielleicht :-).

Random Babbelei: Politik in des Tsujis Mikrokosmos

Jetzt wird es doch einmal politisch hier, denn irgendwie hat mich das Wahlergebnis doch echt getroffen, weil es so konträr zu meiner eigenen Stimme ging. Ich stehe ja auch nicht alleine da, die gute Nina denkt sogar schon ans Auswandern. Kurz zu aktuellen Themen aus meiner Sicht:


Wirtschaft:
Viele Leute mögen aufatmen, die Krise ist ja schließlich vorbei und diese kryptischen Wirtschaftszahlen, von denen niemand weiß, was sie bedeuten und wo sie herkommen, steigen wieder. Allerdings gibt es auch Vorhersagen, dass uns die Effekte der Krise erst nächstes Jahr mit voller Wucht treffen werden. Ich denke auch, dass die Arbeitslosigkeit steigen wird, nicht alle Kurzarbeiter werden wieder in ihr ursprüngliches Arbeitsverhältnis wechseln können. Und in so einer Phase fallen dann gestern bei der Elefantenrunde Stichworte wie "Steuersenkungen", weil sie so schön klingen. Verdammte Axt, für antizyklische Wirtschaftspolitik ist es langsam zu spät, ich kann mit den derzeitigen Steuern gut leben, fangt nur was Ordentliches an mit der Kohle!

Soziales:
Zum Beispiel die Schulen sollte man fördern. Erst neulich habe ich in der Zeit gelesen und auch aus meinem eigenen Umfeld gehört, unter welchen katastrophalen Bedingungen Lehrer arbeiten müssen. Unser Bildungssystem muss modernisiert werden und damit meine ich keine grundsätzlichen Strukturdebatten, ob das 12-Jahre-Abi nun toll ist oder nicht. Zunächst muss diese furchtbare Amtsstruktur angegangen werden, die furchtbar lange Dienstwege erfordert und zig Freigaben, bis einmal Mittel locker gemacht werden. Eine Schule ist im Endeffekt eine Serviceeinrichtung (Dienstleistung Bildung), als solche sollte sie auch organisiert werden.

Mediengedöns:
Und um doch noch einmal auf das Thema Medien und damit das Sujet dieses Blogs zurückzukommen: Ich konnte sie wegen ihrer thematischen Beschränkheit nicht wählen, aber sympathisiere trotzdem mit der Piratenpartei. Das Internet ist nun einmal ein großer Teil meines täglichen Lebens, es schwirren viele Daten von mir herum und ich nutze viele Anwendungen, von denen ich hoffe, dass sie nicht illegal sind (von Tauschbörsen und solchem Schnickschnack lasse ich als überzeugter CD-/DVD-Sammler aber die Finger). Deswegen will ich sinnvolle Gesetze, die das Online- genauso gut regeln wie das Offline-Leben.

Und für alle, die es immer noch nicht verstanden haben: Videospiele, in denen auch mal geballtert wird und auch mal Blut fließt, machen keinen normaldenkenden Menschen aggressiv. Wie das bei Verrückten ist, weiß ich leider nicht. aber auch da wird das nur ein Faktor unter vielen sein. Der Knacks im Kopf entsteht anders. Also liebe Regierung, hört doch bitte auf eine spannende und innovative Kunstform wie Spiele zu bekämpfen und kümmert lieber darum, die wirkliche Ursache zu finden.

Fazit:
Ich glaube, ich habe den Grund meiner Frustration über die Wahl gefunden. Die Regierungsparteien werden garantiert keinen meiner Wünsche erhören...
UPDATE:
Grad lese ich noch auf SPON: Die FDP drängt auf ihre Steuersenkungen, Finanzexperte Solms hält das für "finanzierbar". Alter, ihr sollt nicht die Steuersenkungen finanzieren, sondern mit den Steuern etwas Sinnvolles finanzieren!

Random Babbelei: Den Tsuji nervt das Wahlergebnis

Mehr sag ich aber nicht dazu, schließlich ist das ist kein poltischer Blog. Hier geht es um den Schwachsinn in den Medien! Hm...

Vielleicht sollte ich doch Politik ins Portfolio aufnehmen.

Random Babbelei: Chapeau Rammstein!

Mittlerweile haben es wohl alle mitbekommen: Im neuen Rammstein-Video "Pussy" gibt es Sexszenen. Und wir reden hier nicht von GZSZ-Geschmuse, sondern von einem richtigen Hardcore-Porno mit allem drum und dran, von vorne bis (/und) hinten, Hauptdarsteller sind neben professionellen Genredarstellerinnen die Band selbst. Das ganze ist so krass, dass man es sich nur auf einer Pornoseite (Link nur auf eigene Gefahr anklicken) anschauen kann. Ein handfester Skandal natürlich, das Geschrei ist groß, die Aufmerksamkeit auch (mehrere Millionen haben sich das Video schon angesehen). Doch alles was ich sagen kann: Respekt für die Band.

Warum ich das Video nicht als schlimm empfinde? Nun, wir haben es hier offensichtlich mit einem Glanzstück der PR zu tun, meinem eigenen Berufsfeld. Rammstein, die für mich langsam ein wenig Weg vom Fenster waren. Mehr als aufgewärmte olle Kamellen gab's da nicht mehr. Und jetzt mit einem Schlag sind sie wieder in den Fokus der Medien gerückt, obwohl es eigentlich keinen Skandal gibt.

Schaut man sich mit halbwegs wachen Augen das Video an und lässt sich nicht von all den primären und sekundären Geschlechtsteilen ablenken, fällt einem schnell auf, dass manche Szenen merkwürdig gefilmt sind. So sieht man selten die Gesichter der Bandmitglieder und den sexuellen Akt gleichzeitig im Bild und wenn, dann nur ganz kurz und aus einem Frontalwinkel. Außerdem wirkt insbesondere bei Sänger Till der Körperbau doch etwas zu muskulös (ganz davon abgesehen, dass Keyboarder Flake hier Titten hat). Was sagt uns das? Natürlich hatte keiner der Burschen Sex mit einer der Pornodarstellerinnen, so krass drauf sind die alle nun auch wieder nicht. Hier hat natürlich Freund Computer nachgeholfen. Wie gesagt, kein wirklicher Skandal also, denn Hardcore-Szenen haben schon viele andere Bands in ihren Videos benutzt.

Hört man sich dann noch den Text an, wird Rammsteins wahre Intention klar. Sie kritisieren Deutschlands angebliche Offenheit mit Sex, die sich dadurch ausdrückt, dass wir immer und überall in der Glotze nackte Menschen anglotzen können. Darin liegt aber das Problem, anstatt einfach mal rauszugehen und jemanden kennenzulernen, denn dafür wäre er viel zu verklemmt, schaut sich der deutsche Mann viel lieber Pornos im Internet an oder fährt in den Puff. Rammstein halten mal wieder der Gesellschaft den Spiegel vor und fast keiner versteht es. Allein das zeigt, dass auch ihre oft plakativen Provokationen ihre Daseinsberechtigung haben.

Random Babbelei: Es kommt Bewegung in die ARD...

Der Eurovision Song Contest ödet mich ja eigentlich schon seit Jahren an, mit seiner Mischung aus angeblichen Ostverschwörungen, gruseliger Mallorca-Bummsmucke und Thomas Herrmans. Diese Nachricht finde ich trotzdem spannend:

"Jetzt also doch: Stefan Raab soll dem schwächelnden Eurovision Song Contest im kommenden Jahr auf die Sprünge helfen und der ARD bei der Suche nach einem deutschen Teilnehmer helfen."
[via Spiegel Online]

Das ist doch mal eine kleine Sensation: Das öffentlich-rechtliche Fernsehen sieht ein, dass ihm die nötigen Kompetenzen fehlen, um so ein Event zu stemmen. Warum also nicht mit Stefan Raab und damit dem Privatfernsehen zusammenarbeiten? Mit der Konkurrenzveranstaltung Bundesvision Song Contest hat ProSieben ja schließlich gezeigt, das auch qualitativ hochwertige Musik in allen Klangfarben einen Platz im Fernsehen hat. Sieht doch mal nach einem Fall aus, in dem wirklich die oft beschworenen "Synergien" entstehen könnten.

Könnte doch ein Modell für die Zukunft sein: Die ARD unterstützt die Privaten bei der Erstellung von erträglichen Unterhaltungsprogramm und kann sich so mehr auf die eigenen Stärken besinnen. Dies widerspricht in keinster Weise dem eigentlichen Programmauftrag, denn Unterhaltung steht genauso wie die Versorgung aller Bevölkerungsschichten (also auch der Unterschicht!) im Rundfunkstaatsvertrag.

Wie man es richtig macht, zeigt auch derzeit der SWR. Intendant Peter Boudgoust hat jüngst in einer Pressemeldung versprochen, den Sender strategisch neu auszurichten und somit alle Zielgruppen zu erreichen. Auch hier gibt es erste Erfolge. Erstaunlich wie effektiv ein einfaches Konzept wie "Die Welt auf Schwäbisch" sein kann: Sie erreicht eine breite Zielgruppe, ist unterhaltsam wie clever und erfüllt sogar die Regionalitätsansprüche aus dem SWR-Staatsvertrag. Wenn jetzt noch gesellschaftlich relevante Formate für uns Digital Natives entwickelt werden, lohnt es sich auch wieder Gebühr zu zahlen.

Bild: (c) Dirk Krüll / Laif

Random Babbelei: Die Seelenretter (2) - Metalfan Holger

Nachdem ich mich über das Grundkonzept des Buchs "Rock im Sarg" im ersten Teil genug ausgelassen habe, komme ich jetzt zu meinem absoluten Lieblingskapitel: Dem Erfahrungsbericht eines geläuterten Metalfans, der im zarten Alter von 13 in Kontakt mit der verwerflichen Rockmusik kam. Aber erteilen wir ihm doch kurz selbst das Wort.
"Mein Lieblingssound war melodischer Speed Metal [...]. Hier ein paar Namen meiner damaligen Götter: AC/DC, Black Sabbath, Bon Jovi, Blind Guardian, Deep Purple, Demon, Gamma Ray, Guns'n'Roses [sic], [...], Manowar, Metallica, Megadeth, Mercyfull [sic] Fate [...]"
Ui, der Holger war ja ganz ein böser. Diese Speed Metal-Band Bon Jovi ist ja sogar mir zu hart!
"Äußerlich war ich eigentlch nicht der typische Heavy-Metal-Freak. Aber der äußere Schein trügte; innerlich war ich vollständig mit der Musik verbunden. [...] Und ab und zu bin ich auch auf Konzerte gefahren. [...] Nach so einem Hochleistungs-Hüpfmarathon war ich immer klitschnass geschwitzt und durch den ekelhaften Zigarettengestank vollkommen verqualmt. Für mich als Nichtraucher war das besonders unangenehm."
Fassen wir zusammen: Er sah eigentlich ganz normal aus und war Nichtraucher. Das größte Problem an Rockkonzerten ist, dass man danach nach Kippen riecht. Oh mein Gott, zum Glück ist er raus aus diesem Milieu!
"Neben der Musik habe ich viele andere Dinge ausprobiert, zum Teil [...] in enger Verbindung mit der Musik stehen: Judo, Yoga, Tai Chi, Tae Kwon Do, Fantasy-Rollenspiele, Fantasy-Filme, Fantasy-PC-Games."
Endlich spricht es mal jemand aus: Entspannungsgymnastik und "Der kleine Hobbit" führen geradewegs in die Hölle!
"Eine Sache ist mir im Nachhinein aufgefallen. Wie ich meine , wurde sie durch die Musik noch verstärkt oder sogar ausgelöst: eine 'sympathy for the devil', ein Interesse an der und Neugierde auf die finstere Seite der Macht [...]"
Offensichtliche Symptome der Jesusliebe scheinen im Gegenzug ein unkonventioneller Satzbau und eine deutliche Englischschwäche zu sein.
"Zum Glück hat mich, bevor ich in Satans Armee ganz groß rausgekommen wäre, jemand anderes in seine Armee abgeworben. [...] Und zwar ist es Jesus Christus."
Tja, das war dann wohl auch der traurige Moment, als er sich von jemand anderem sagen ließ, welche Musik er zu hören habe. Das wahrscheinlich der Großteil der oben aufgezählten Bands selber Christen sind, ihre Texten mitnichten Satan verehren, man folglich wahrscheinlich sogar Metalfan UND Christ sein kann, das alles hat er leider nicht bedacht.

Ebensowenig wie der Tatsache, dass Jesus nichts mit den "Soulsavern" zu tun haben wollen würde.

Random Babbelei: Die Seelenretter (1) - Christliches Guerilla-Marketing

Mit leichtem Sonnenstich und dem relativ großen Vergnügen soeben The Prodigy, Die Toten Hosen und Metallica live gesehen zu haben, verließ ich neulich den Hockenheimring. Mir stand eine nervige Zugfahrt mitten in der Nacht bevor und ich hatte nix zu lesen dabei. Da griff ich doch fröhlich zu, als mir seltsame Leute ein Buch anboten. Hätte mich gleich wundern sollen, dass weder auf das auf mein schnippisch gemeintes "Is das ne Bibel, oder was?" noch auf Ralphs "Ne ne, der Wachturm!" eine Reaktion folgte...

Ich dachte wegen des Designs des Buches eigentlich, dass es sich um irgendeine Promoaktion im Zusammenhang mit "Rock am Ring" handeln würde. Natürlich machte weder der Zeitpunkt (Festival grad gelaufen) noch der Ort (falscher Ring) Sinn, aber wie gesagt Sonnenstich. Als ich dann las, was wirklich auf dem Cover stand, kam mir schon eine erste böse Vermutung.

Okay, offensichtlich also ein Buch über tote Musiker. Gratis? Kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen. "Soulsaver" als Verlag klingt auch komisch. Was sagt denn der Klappentext?
"Im Rock-Business liegen Freude und Verzweiflung nahe beieinander. 'Rock im Sarg' enthält Kurzbiografien legendärer Musiker, von denen die meisten leider sehr früh gestorben sind. Jeder Mensch trägt Sehnsüchte und den Wunsch nach erfülltem Leben in sich. Die Stars haben diese Suche viel intensiver und konsequenter ausgelebt und alles daran gesetzt, jeden Moment auszukosten Deshalb kann man anhand ihrer Geschichten viel über das Leben, das Sterben, über uns selbst und über Gott lernen. Bei Jesus kann die rastlose Suche nach erfülltem Leben ein befreiendes Ende finden."
Ja, da war es. Erst in den letzten zwei Sätzen lassen die "Soulsaver" die Katze aus dem Sack, als ob es ihnen peinlich wäre und sie ihre wahre Intention verbergen müssten: Sie wollen mich bekehren! Warum glauben manche Leute immer wieder, ich hätte Bock mich in ihren Glauben mit hineinziehen zu lassen? Und irgendwie scheinen diese Fanatiker, wie gesagt, ja selbst von ihrer Sache überzeugt zu sein, wenn man sich hier (zugegebenermaßen recht unbeholfen) manipulativer Marketingmaßnahmen bedient.

Wem jetzt das eben genannte Wort "Fanatiker" sauer aufstößt: Ich bin keineswegs der Meinung, das alle gläubigen Menschen Fanatiker sind. Ich respektiere das Christentum und eigentlich auch jede andere Religion. Was ich nicht respektiere sind Möchtegern-Christen wie diese, die aus dem tragischen Tod von Pantera-Gitarrist Dimebag Darrell solche Grütze produzieren:
"So war Dimebag eine herzensgute, ehrliche, aufrichtige, mitfühlende und freigiebige Person... verglichen mit seinen Roadies und Bandkollegen. [...] Aber Gottes Messlatte liegt höher. [...] Die Bibel sagt, dass jeder schon durchgefallen ist. Es ist längst zu spät. In der Hinsicht ist der Religiöse dem Metal-Rebell gleich. Was bringt da überhaupt noch jegliches religiöses Bemühen? Nichts. Denn das Ticket in den Himmel bekommst du nicht durch Einhalten von bestimmten Regeln, einengenden Vorgaben oder Gut-Sein. Sondern dadurch, dass du persönlich für dich zu Jesus Christus, dem Sohn Gottes, umkehrst und an ihn glaubst. Gott verlang nicht von dir, an das Christentum zu glauben. Aber er verlangt, an Christus als deinen Herrn zu glauben."
Umkehrschluss: Glaube ich an Jesus, kann ich machen was ich will. Ist das allen ernstes Christentum? Klingt für mich nach gefährlichem Sektengeschwafel. Aber es geht noch schlimmer, wie ihr bald in Teil 2 dieser kleinen Reihe sehen werdet.

Random Babbelei: Späte Genugtuung

Seitdem er meinen asiatischen Stolz mit seltsamen Chinesen-Imitationen (die Art in der man ein "r" und ein "l" ersetzt) verletzte und auch sonst in den Drehpausen eine unmögliche Art bewies, wünschte ich mir, dass er aus dem Fernsehen verschwinden möge. Schön, dass es Gesundheitsfuzzi Hademar Bankhofer endlich so richtig erwischt hat. Gerne zähle ich mich auch zu den "Arschlöchern in Deutschland" wie er sie so eloquent beschimpft...
"Vor zwei Wochen hat Marcus Anhäuser in zwei Artikeln in der „Süddeutschen Zeitung” noch einmal zusammengetragen, wie untrennbar der ehemals beliebte „Experte” Hademar Bankhofer Werbung und scheinbar unabhängige Gesundheitstips miteinander verbunden hat. Man müsste seine Bereitschaft, Werbebotschaften unters Volk zu bringen, bizarr nennen — wäre nicht „geschäftstüchtig” das viel treffendere Wort."
[via Stefan Niggemeier]

Bild: (c) Gesunde Ernährung

Random Babbelei: Tragisches Ende für tragische Geschichte

Random Babbelei: Assoziale Selbstmorde

Kommen wir zu einem heiklen Thema: Suizid. Es gibt anscheinend Situationen, in denen sich Menschen sagen: Jetzt geht's nicht mehr weiter. Und dann wird Schluss gemacht, endgültig. Ob das jetzt Schwachsinn ist oder nicht, sei mal dahingestellt. Ich selbst könnte mir sowas nicht vorstellen, allerdings habe ich im Vergleich zu anderen Leuten wohl auch ein echt töfte Leben. Mir geht es hier aber um etwas völlig anderes.

Wenn sich jemand umbringt, wieso sollen dann noch andere darunter leiden? Ich spreche natürlich von der einen Selbstmordart, mit der man als Vielfahrer der Deutschen Bahn des öfteren konfrontiert wird, dem berühmten Personenschaden. Ich will gar nicht mehr zählen, wie oft es schon zu Verspätungen von über einer Stunde deswegen kam und man ausnahmsweise nicht auf die schlechte Logistik der Bahn schimpfen konnte. Warum also schmeißt man sich vor einen fahrenden Zug?

Es sind wahrscheinlich mehrere Überlegungen. Erstens muss man nicht selber den Abzug drücken / den Stuhl wegstoßen / den Fön fallen lassen, die Drecksarbeit übernimmt letztendlich der Zugfahrer. Natürlich muss man sich selber vor den Zug stellen, aber vielleicht hat es etwas beruhigendes, wenn man nicht selber der Ausführende ist. Dazu geht es schnell, man spürt wahrscheinlich wenig und ist relativ sicher tot. Außerdem bekommt einen letzten Moment der Aufmerksamkeit vieler Menschen.

Aber es gibt so viele Gründe die dagegen sprechen. Wie erwähnt zieht man den Ärger derLeute auf sich. Will man nicht wenigstens am Ende betrauert werden anstatt verhasst? Den Freunden und Verwandten macht man das Trauern auch nicht gerade leicht, wenn von einem nicht mehr als die Einzelteile übrig bleiben. Und vielleicht das assozialste an dem ganzen: Wird sich der Zugfahrer nicht unglaublich schuldig fühlen und sich ständig fragen, ob er den Tod nicht doch hätte verhindern können?

Morbide, ich weiß, doch kommen einem diese Gedanken, wenn man innerhalb von drei Tagen einmal in Stuttgart-Zuffenhausen und einmal auf Höhe Mainz-Bischofsheim steckenbleibt...

Random Babbelei: Der Tsuji wird auch endlich Reif